Mattheus Els – Rolfing München | Rolfing contra Osteopathie: Ein Gegensatz?
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Rolfing contra Osteopathie: Ein Gegensatz?

02 Mar Rolfing contra Osteopathie: Ein Gegensatz?

Ein bestimmtes Gelenk oder eine Muskelgruppen schmerzen, möglicherweise sind einige Bewegungen nur eingeschränkt möglich: Wer zum Rolfing kommt, leidet oft unter hartnäckigen Beschwerden, hat verschiedene Ärzte konsultiert – und er hat sich gefragt, welche Therapie ihm helfen kann.  Möglicherweise vergleicht er die klassische Osteopathie mit dem Rolfing, wägt zwischen den Behandlungsformen ab: Was ist effektiver, wie verschwinden die Symptome am schnellsten?

Ein derartiger Vergleich  wird den Ansätzen allerdings nicht wirklich gerecht: Ida Rolf, die Begründerin des Rolfing, verstand sich schließlich selbst als Osteopathin. Sie wollte die Osteopathie also nicht bekämpfen, sondern weiterentwickeln. Dafür bezog die promovierte Biochemikerin das Bindegewebe als formendes Organ in ihre Sicht des menschlichen Körpers mit ein.

Insofern leitet sich Rolfing von der Osteopathie ab und  ergänzt sie um eine vollständige Behandlung des menschlichen Körpers. Während die Osteopathie zwar erst eine ganzheitliche Diagnose erstellt, dann aber das Augenmerk auf einen einzelnen Körperteil richtet, arbeitet der Rolfer mit dem gesamten Menschen, seiner Statur und dem Zusammenspiel der Gliedmaßen in komplexen Bewegungen. Beim Rolfen geht es niemals nur um die Behandlung einzelner Symptome, sondern stets darum, dem Körper als Ganzem eine neue Struktur zu geben. In der Regel fließen auch Elemente des Yoga in die Behandlung mit ein.

Innerhalb von zehn Sitzungen beschäftigt sich der Rolfer mit dem kompletten Bewegungsapparat.  Eine besondere Rolle spielen dabei die Gesetze der Schwerkraft.  Der Rolfer diagnostiziert Fehlhaltungen seines Patienten im Stehen, Gehen und im Sitzen.  Diese sind bei Erwachsenen eher die Regel als die Ausnahme: Die Beine, der Rumpf, die Schulterpartie und der Kopf sind oft nicht im Lot, sondern gegeneinander verschoben, so dass der Körper konstant damit beschäftigt ist, Gegenspannung aufzubauen, um sein Gleichgewicht aufrecht zu erhalten. Das führt zu einer Vielzahl von Beeinträchtigungen des Wohlbefindens.  Der Rolfer  wird deswegen im Anschluss an die Diagnose seinen Patienten neu ausrichten.  Ziel ist es, dass sich die Statik des Körpers im Lauf der Behandlung kontinuierlich verbessert, dass sich neue Bewegungsmuster einspielen, die Muskelgruppen harmonischer zusammenwirken und der Mensch immer weniger Kraft benötigt, um entspannt und aufrecht zu stehen. Der Atem soll freier fließen, der Mensch sich insgesamt vitaler fühlen.

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